EHEC Bakterien – Desinfektionsmittel

EHEC Hygienemanagement
Escherichia coli Bakterien – Informationen für Endverbraucher über EHEC Bakterien

Was ist EHEC?

EHEC sind enterohämorrhagische Escherichia coli Bakterien, d.h. Bakterien, die im Magen-Darm-Trakt zu Durchfall und Blutungen führen können. Anders als andere Escherichia coli-Bakterien, produzieren EHEC starke Zellgifte (Toxine). Die Toxine können beim Menschen schwerwiegende Erkrankungen, von blutigem Durchfall bis zu lebensbedrohlichem Nierenversagen auslösen.

Woher kommt EHEC?

EHEC-Bakterien kommen im Darm von Wiederkäuern, insbesondere Rindern, Schafen und Ziegen, aber auch Rehen und Hirschen vor. Diese mit EHEC infizierten Tiere erkranken selbst nicht, scheiden die Erreger aber mit dem Kot aus. EHEC Bakterien können über viele Wochen im Boden und im Wasser überleben.

Wie wird EHEC übertragen?

EHEC wird fäkal-oral übertragen, d.h., die Darmkeime werden über direkte und indirekte Kontakte aufgenommen und gelangen über den Mund in den Körper. Hauptursache für die Übertragung der EHEC Bakterien ist kontaminiertes Lebensmittel, momentan insbesondere rohes Gemüse wie Tomaten und Gurken, sowie Salate.

Was ist bei der Zubereitung von Speisen zu beachten?

Sie sollten rohes Gemüse am besten schälen, zumindest aber gründlich waschen, um den EHEC Bakterien vorzubeugen. Darüber hinaus ist es sehr wichtig, Hände und Arbeitsflächen zu desinfizieren und gründlich zu reinigen.

Wann ist eine Desinfektion erforderlich?

– Wenn es zum Kontakt mit einer infizierten Person kommt.
– Wenn es zum Kontakt mit Gegenständen kommt, auf denen sich wahrscheinlich Krankheitserreger befinden (z.B. die Toilettenbrille bei Durchfall).

Welche Desinfektionsmaßnahmen sind zu empfehlen?

Die wichtigsten Übertragungswege sind die Hände infizierter Personen und mit den Krankheitserregern besiedelte Oberflächen, die von gesunden Personen berührt werden. Die Erreger gelangen dann bei unbewussten Hand-Gesicht-Kontakten auf die Schleimhäute und damit in den Körper.

Situationen für eine gezielte Desinfektion zum Schutz gesunder Personen:

Händedesinfektion

– Die infizierte Person sollte sich vor Kontakt mit einer gesunden Person die Hände desinfizieren.
– Die infizierte Person sollte sich nach dem Toilettenbesuch die Hände desinfizieren.

Flächendesinfektion

– Desinfektion aller Flächen, die mit dem Sekret, Erbrochenem oder Stuhl der infizierten Person in Kontakt gekommen sind.
– Flächen im unmittelbaren Lebensumfeld der infizierten Person, die von gesunden Personen häufig mit den Händen berührt werden.
– Desinfektion der sanitären Einrichtungen (Toilettenberichten) nach Toilettenbenutzung.

Sind die Flächen mit Körperflüssigkeiten oder Ausscheidungen der erkrankten Person in Kontakt gekommen, bieten Einmalhandschuhe zusätzlichen Schutz. Nach Ablegen der Handschuhe sollten die Hände noch einmal desinfiziert werden.

Wie wird richtig desinfiziert?

Händedesinfektion:
So viel Händedesinfektionsmittel in die trockene hohle Hand geben, dass alle Bereiche satt mit dem Präparat benetzt werden können. Händedesinfektion sorgfältig über 30 Sekunden einreiben, dabei alle Hautpartien erfassen. Auf Fingerkuppen und Daumen besonders achten, da hier die Keimbelastung am höchsten ist.

Flächendesinfektion:
Produkt in ausreichender Menge auf die zu desinfizierende Fläche aufbringen und je nach Herstellerangabe vollständig feucht halten und Produkt mit einem sauberen Einmaltuch verteilen.

Weitere Informationen zum Thema EHEC finden Sie im Bode Science Center

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